Seit dem Jahre 1964 trägt die Alte-Herren-Mannschaft (AH) des SV Kyllburg regelmäßig in den Monaten von April bis Oktober im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Freundschaftsspiele gegen AH-Mannschaften anderer Vereine aus. Neben den Spielen gegen Nachbarvereine gehören auch Begegnungen mit Spielpartnern aus dem weiteren Umfeld von Eifel und Mosel zum alljährlichen Spielprogramm. Die Bilanz der Saison 2009 war sehr ausgeglichen. 7 Siege, 9 Unentschieden und nur 3 Niederlagen hieß es am Ende.
Neben den sportlichen Aktivitäten finden jedes Jahr verschiedene gesellige Veranstaltungen statt (Weinproben, Wandertage, Ausflüge u. ä.). Berühmt berüchtigt ist die jährliche Mannschaftsfahrt. Hier ging es z.B. schon nach Tschechien, England und nun nach Albanien. Aber auch Touren in näherer Umgebung wie Luxemburg, Neustadt a.d.W. oder der Taunus waren bereits schöne Ausflugsziele.
Die Mannschaftsfahrt 2011 führte uns ins "gelobte Land". Insider wissen, was der Verfasser dieses Berichtes damit meint. Wir hatten uns bewusst für einen, für unsere Verhältnisse eher kleineren Ausflug entschieden, da es im kommenden Jahr nach Litauen gehen soll. So sind wir freitags mit dem Zug ab Kyllburg Hbf mit zehnminütiger Verspätung um 15.15 Uhr losgefahren. Ich erwähne das mit der Verspätung so genau, da es schon ein wenig auffällig war, denn nur unsere beiden Albanischen Mitreisenden waren noch nicht pünktlich da, machten aber auch keine großen Anstalten, doch noch den Zug, der planmäßig um 15.04 Uhr fahren sollte, zu erreichen. Ob die beiden schon gewusst hatten, dass der Zug Verspätung haben wird? In Albanien herrscht halt Ordnung!
Mit dem Bummelzug ging es nun nach Köln. Dort hatten wir nur einen sehr kurzen Aufenthalt, was sich im Nachhinein als richtige Maßnahme herausstelle. Hätten wir einen längeren Aufenthalt in Köln gehabt, wäre die Tour wahrscheinlich dort beendet worden.
In Düsseldorf angekommen ging es dann ebenfalls im Eiltempo ins Hotel Monopol in der Oststraße. Eine Herberge, die schon vielen Kyllburger Mannschaften für ein, zwei Tage ein Heim war. Nach dem Einchecken war die Anspannung nicht mehr zu ertragen, wir mussten sofort an die längste Theke der Welt. Eine Freude, die vielen, netten Leute dort zu sehen, die alle nur eins im Sinn hatten und das war Spaß zu haben. Wir fühlten uns direkt wie zuhause.
Da noch nicht jeder der Mitreisenden zuvor in Düsseldorf war, gab es eine Pauschalaussage hinsichtlich der abendlichen Vergnügungsadresse, Bolkerstraße! In dieser Flaniermeile, mitten in der Düsseldorfer Altstadt, war für jeden Geschmack etwas dabei. Einige verirrten sich in blöden Discoschuppen, andere waren schon so "müde" und haben gar nichts mehr gefunden. Die Insider jedoch wussten sehr schnell, wo man den Abend verbringen muss. Der Engel (früher Weißer Bär), eine Rockkneipe, die genau nach unseren Vorstellungen war.
Hier Gästebucheinträge zweier Mitreisender:
- Thorry schrieb am Montag, 05.09.2011
Kann mich der Meinung von Rolli nur anschliessen. Das war wirklich eine geile Sause, die wir sicherlich wiederholen werden. Alla hopp ! Thorry
- Rolli schrieb am Montag, 05.09.2011
Waren Fr 2.9. da mit der AH Kyllburg. War Welt, endlich normale Leute un de Musick schön laut! Best natürlich "SEEK & DESTROY" un "Sad Man´s Tongue".... Alla hopp, Rolli
Am nächsten Tag war dann auch schon wieder die Heimreise angesagt. Zuvor mussten wir natürlich noch den Frühschoppen bei Schumacher einnehmen. Quasi um die Ecke unseres Hotels befindet sich die Schumacher Brauerei. Was für ein Zufall! Nach dem zigsten Alt wurde es uns dann warm ums Herz und wir mussten uns einiger Kleider entledigen (siehe Bild).
Die Zugfahrt zurück nach Kyllburg verlief dann gewohnt ruhig. Einigen waren wir aber dennoch zu laut, was keiner von uns verstand. Schon war ein Wortgefecht zwischen uns und einigen verständnislosen Bahnfahrern entbrannt. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die am nächsten Tag ins Seniorenheim und wir zum Sozialamt gehen würden.
Den Abschluss machten wir dann bei unserem Leibkoch Rudi in Seinsfeld. Das Essen war pünktlich auf dem Tisch -- mit zweistündiger Verspätung -- und die Kunst an diesem Tag sollte sein, von Altbier auf Pils umzusteigen. Dies gelang nur wenigen von uns. Der harte Kern schaffte es dann tatsächlich noch bis ins "OPEN".
Alles in allem mal wieder eine gelungene, lustige AH--Tour unter dem Motto "Mit wenig Aufwand, viel Spaß haben".
Die Mannschaftsfahrt 2010 führte uns nach Sonneberg in Thüringen, wo unser ehemaliger Aktiver Günter Milbert seit der Wende lebt und tatkräftig am Aufbau Ost mitwirkt. Schon der Start war standesgemäß, denn wo sonst als bei der AH Kyllburg wird man morgens um 4.30 Uhr mit „Sexmachine“ von James Brown in voller Lautstärke und einem Stubbi mit „Herbert-Reinhard-Lutschie-Temperatur“ begrüßt.
Die Busfahrt verging im Flug, nicht zuletzt durch die kurzweilige Unterhaltung im Epizentrum neben der Bordtoilette.
Milbi hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Am ersten Tag ging’s zu einem Schieß-platz, wo einige überprüfen konnten, welchen Einfluss der Konsum von Bitburger auf die Zielgenauigkeit hat. Unser Kompaniefunker Ackes war allerdings zu sehr damit beschäftigt, sich gegen die lästigen Tiefflieger zu tarnen und verbrachte die meiste Zeit in Deckung. Nachdem Mannschaftsfotograf Christian mit einer Kame-ra-Eigenkonstruktion eine Hochzeitsgesellschaft auf den Deckel gebannt hatte, ging’s dann abends ins Son-neberger Nachtleben, das sich allerdings weitgehend auf eine Kneipe beschränkte. Ein Sportkamerad verirrte sich leider auf dem Heimweg, musste per GPS geortet werden und landete 3 Stunden nach seinem Fluchtversuch wieder in der gleichen Kneipe. Am nächsten Morgen besuchte eine Mannschaftsdelegation das Sonneberger Stadt- und Museumsfest und sorgte beim einzigen Hutstand für reißenden Absatz. Sämtliche Ladenhüter wurden abgeräumt, vom Blues-Brother-Hut in echtem Pimmelnatterleder über die Disco-Glitzer-Kappe bis zur Leopardenfellmütze.
Nachmittags stand Skisprung auf dem Programm. Die Sprungweiten waren ganz ordentlich, allerdings gab es Abzüge bei den Haltungsnoten. Abends dann ein weiterer Höhepunkt: Uns gehörte eine kleine Kneipe ganz alleine, und nach einem Sensationsauftritt von Lady Gagalex im luftigen Glitzer-Umhang wurden zu-nächst die Räumlichkeiten etwas umgestaltet und wir selbst schließlich auch noch wunderschön dekoriert. Kompaniefunker Ackes wollte seinem Führer Heinz anschließend nicht mehr von der Seite weichen.
Die Strapazen der Tour waren bei der Heimreise unübersehbar. Kompaniefunker Ackes versuchte zwar, mit einem abwechslungsreichen Liedprogramm für etwas Aufmunterung zu sorgen. Trotz ständigem Funkkontakt zu Schütze Arno konnte aber auch er nicht verhindern, dass einige Sportkameraden sanft entschlummerten. Vielleicht sollten wir künftig samstags schon heimfahren, damit auch die Rückfahrt in voller Leistungsstärke gestaltet werden kann.
Fazit: Eine AH-Tour, wie man sie im SVK kennt und liebt!
Auch an diesem Tag hat sich wieder gezeigt, dass wir Eifelaner doch besser beim Bier bleiben sollten. Der Gerstensaft bekommt uns in der Regel doch besser als der edle Traubensaft. Dennoch versuchen wir es eigentlich jedes Jahr wieder, unseren Körper vom Gegenteil zu überzeugen. Das schöne Ambiente, in den zumeist kleinen Weindörfern, lockt uns dann doch zu sehr. Außerdem ist dies stets eine gute Gelegenheit auch unsere Partnerinnen ein wenig in den ansonsten doch eher rauen AH-Alltag zu integrieren.
Diesmal ging es nach Traben-Trabach. Was man in Traben-Trabach macht? Klettern! Ein super Waldkletterpark, der mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen für Alt und Jung ein tolles Erlebnis war. Schön anzusehen war, dass unsere Kinder, im Gegensatz zu dem ein oder anderen Erwachsenen, keinerlei Angst hatten, die einzelnen Parcours zu durchklettern. Abends wurde dann am Vereinshaus auf dem Sportplatz in Kyllburg gegrillt. Obwohl das Wetter nicht immer ganz mitspielte, hatten die rund 40 Teilnehmer im Alter von 2 bis 75 Jahren ihren Spaß.
Eine Mannschaftsfahrt, die wohl niemand der Mitreisenden jemals vergessen wird. Hervorragend organisiert durch unseren Reiseleiter Ben Lulolli führte uns unsere Abschlussfahrt in das Land der Skipetaren. Von Brüssel aus ging es mit dem Flieger über Rom bzw. Mailand nach Tirana, einer tollen Hauptstadt mit westeuropäischem Spitzenniveau. Hier konnten wir uns so richtig austoben, was wir auch bereits am 1. Tag taten und was alle am 2. Tag natürlich deutlich spürten. Denn da ging es mit einem modernen Reisebus des bekannten Reiseunternehmens Baldini-Reisen an der Küste entlang. Unser Ziel war das 350 km südlich von Tirana gelegene Sarande. Um es vorweg zu nehmen. Um in Albanien 350 km mit dem Bus zurück zu legen, benötigt man etwa 7 bis 8 Stunden. Extrem schlechte Straßen erschweren die Reise erheblich. Zwischenstation wurde in Flora gemacht, einem kleinen Fischerdorf direkt an der Küste gelegen. Wir haben uns bei all unseren Stationen voll und ganz auf die Empfehlungen unseres Reiseleiters verlassen. Hier empfahl Ben „Fisch“. Eine willkommene Abkühlung verschaffte uns das Bad im Meer. Leider blieb die Badeaktion nicht ohne Verluste. Wolfgangs Sonnenbrille liegt sicherlich immer noch auf dem Meeresgrund. Danach ging es weiter nach Sarande. Unser Busfahrer Jardi wollte uns in Punkto Lustigkeit in nichts nachstehen. So fand er es super witzig, jedes auf der Straße befindliche Tier mit seinem Bus aufs Korn zu nehmen. So lachte er sich schief, wenn wieder einmal ein Esel oder eine Ziege vor ihm reis aus nahm. Zumeist befanden sich die Tiere auf der Gegenfahrbahn. Abends in Sarande angekommen, waren wir alle doch schon ziemlich geschafft und so ging es für die meisten von uns auch nach dem Essen, Ben empfahl „Fleisch“ oder „Schneeballrisotto“, ins Bett. Am 3. Tag ging es dann nach dem Frühschoppen, bei dem Baldini-Eventbusfahrer Jardi wiederum mit uns gleichziehen wollte, zurück nach Tirana, diesmal über die Berge. Zwischenstationen machten wir an antiken Stätten und dem sog. „Blauen Auge“, einer Bergquelle. Zwei unserer Mitreisenden waren so tollkühn und sprangen in das sicherlich nicht mehr als 12 Grad kalte Wasser. Hut ab Herbie und Tutti! In Tirana angekommen, führte uns Ben in seine Stammkneipe. Dort gab es PVC-Spanferkel nach albanischer Art. Schnell hatten wir uns mit den Einheimischen angefreundet. Nur unser Polizeifriseur hatte hier Kontaktschwierigkeiten und musste am nächsten Morgen unter Polizeischutz aus dem Lande gebracht werden. Ben, der noch ein paar Tage länger in seiner Heimat blieb, verabschiedete den Rest der Truppe am Flughafen und so ging es wieder nach Hause.
Fazit: Eine super Erlebnisreise mit guten Freunden, die uns alle noch mehr zusammen gebracht hat.
Diesmal ging es nach Ernzen/Ferschweiler in die Teufelsschlucht. Eine schöne Waldwanderroute mit abwechslungsreichem Rahmenprogramm (Kletterparcour, Bogenschießen usw.) Abends wurde dann am Vereinshaus auf dem Sportplatz in Kyllburg gegrillt. Obwohl das Wetter nicht immer ganz mitspielte, hatten die rund 30 Teilnehmer im Alter von 2 bis 75 Jahren ihren Spaß.
Eine langjährige Freundschaft verbindet den SV Kyllburg und damit auch die AH und deren Spieler mit dem „Winzer aus Leidenschaft“ Alois Kirchen aus Konz-Oberemmel. Bereits einige Male verschlug es uns in das bekannte Weinanbaugbiet von Mosel-Saar-Ruwer. Unsere Kinder blieben an diesem Abend zu Hause. Das war auch gut so, wir Männer hatten nämlich schon genug Arbeit mit unseren Frauen. Einige unserer holden Damen kannten den Spruch: „Im Wein ist der Geist des Weines“ noch nicht. Die Rückfahrt musste des Öfteren unterbrochen werden.
Die letzte Mannschaftsfahrt führte uns nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu überlegen wäre, ob wir im Rahmen der Mannschaftsfahrt künftig noch ein Fußballspiel austragen sollten. Die Erfahrungen der letzten Jahre waren für die aktiven Spieler eher negativ, wobei die Zuschauer stets ihren Spaß hatten. Die Party nach dem Spiel war allerdings sehr stark. Unsere Gastgeber aus Bad Neuenahr wussten gar nicht so recht, was mit ihnen geschieht. Wir verzauberten den eher sterilen VIP-Saal des Damenbundesligisten innerhalb kürzester Zeit in einen Tanz- und Partypalast. Da wir solche Situationen schön des Öfteren erlebt haben, sind unsere „P-brothers“ stets bestens mit eigener Musik ausgestattet. Nach anschließender Besichtigung der Altstadt ging es dann zu späterer Stunde in das erstklassige Hotel. Dort angekommen überlegten sich dann einige von uns, ob es sich überhaupt noch lohnen würde, ins Bett zu gehen. Kurzerhand wurde beschlossen, den nahenden Vormittag doch nicht sinnlos im Bett, sondern im Wellnesstempel des Hotels zu verbringen. Nach dem Schwimmen und einigen Saunagängen fühlte man sich wie neugeboren. Am letzten Tag der Tour wanderten wir auf dem Rotweinwanderweg entlang der schönen Ahr. Bei herrlichem Wetter war das genau das Richtige, um sich auf den „Schlussspurt“ vorzubereiten. Denn abends mussten wir noch einmal alles geben. Es ging nach Mayschoß! Dort angekommen, versorgten wir uns erst einmal mit Wein und versuchten die Lage ein wenig zu erkunden. Wir stießen auf eine riesige Weinverkaufshalle, in der ein DJ für 20 Gäste schlechte Musik machte. Das mussten wir ändern. Innerhalb von vielleicht einer Stunde verwandelten wir die Halle in einen „Spaßpalast“ mit über 300 frenetisch feiernden Leuten. Der DJ war längst auf unserer Seite und spielte, was wir wollten. Es wurde getanzt, gerockt und das ein oder andere Rad geschlagen. Ein super Abend und damit gelungener Abschluss einer wiederum sehr schönen und lustigen AH-Tour. Onkel Herrmann, unser Schiedsrichter und jung gebliebener ältester Akteur, hatte zwar am Ende so seine Mühe, uns alle in den Bus zu bekommen, doch er schaffte es schließlich. In Kyllburg angekommen hatten einige nach dem doch nicht unerheblichen Weinkonsum Durst auf ein kühles Stubbi. Dieses wurde dann im Vereinshaus am Sportplatz zum Abschluss getrunken. Auch diese Party endete erst in den frühen Morgenstunden.
Falls wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie bei uns mitkicken möchten, Ihr Ansprechpartner ist:
Alexander Schon, telefonisch in Kyllburg unter 06563/1352, telefonisch im Büro unter 06561/9480-222, mobil unter 0160/8488321.
AH - Mannschaft 2011
AH - Mannschaft 2009
AH - Mannschaft 2007
Oben von links: Arben Lulolli, Rudi Reinhard, Dirk Berens, Johann Blum, Gerhard Grün,
Alexander Schon, Alexander Lux, Hermann Mathey
Unten von links: Ryan Harris, Otmar Pauly, Stefan Erasmy, Harald Gasper, Bruno Berns,
Reiner Pint, Eugen Hennig
Die "AH" im Mai 2005 in Ortenberg

Weiter unten steht eine nette Auswahl einiger Bilder der AH
Fahrt nach "Ochtendung" zur Verfügung.
Die AH Kyllburg bedankt sich bei Johann(si) für die Bereitstellung einiger
Bilder.

Dr. W. Freckert